Bericht einer LiV

LiV = Lehrkraft im Vorbereitungsdienst

Der sogenannte Vorbereitungsdienst gliedert sich in die Ausbildung am IQSH und die Ausbildung an der Schule. In der Schule lernen wir LiVs den praktischen Teil unserer Arbeit kennen und unterrichten eigenverantwortlich durchschnittlich zehn Stunden pro Woche.
Dabei werden wir von Ausbildungslehrkräften beraten und unterstützt. Zudem hospitieren wir bei unseren Ausbildungslehrkräften und anderen (Fach-) Kollegen und Kolleginnen und gestalten schulische Entwicklungsprozesse mit.

Die Ausbildung an der Fridtjof-Nansen-Schule in Flensburg zeichnet sich besonders aus durch die herzliche Aufnahme in das Kollegium: Die Kommunikation auf Augenhöhe wird neben der persönlichen Begleitung durch Mentoren und Mentorinnen vor allem auch in der Duz-Kultur im Kollegium und mit der Schulleitung deutlich. Diese schließt auch die Partizipation an Schulentwicklungsprozessen ein, z.B. in der Berücksichtigung der für die Ausbildung am IQSH reservierten Mittwoche in der Organisation von Planungstreffen.

Ein besonderer Fokus der FNS liegt auf der pädagogischen Arbeit: In wöchentlich stattfindenden Netzwerktreffen mit unserem Ausbildungskoordinator lernen LiVs neben diversen Grundlagen vor allem verschiedene Formen der Differenzierung kennen, kommen mit Sonderpädagogen und Sonderpädagoginnen und der Schulsozialarbeit ins Gespräch, werden mit Formen des eigenverantwortlichen Lernens (z.B. in der Studienzeit oder den Vorhabenwochen) und der Projektarbeit vertraut gemacht und auf das Führen von Lern- und Zeugnisgesprächen vorbereitet. Auch werden die LiVs zur Zusammenarbeit ermutigt, beispielsweise zur gemeinsamen Vorbereitung und Reflexion von Unterricht, gegenseitiger Hospitation oder zum fächerübergreifenden Arbeiten.

Insgesamt hat mich die Zeit an der FNS nicht nur gut auf das Examen vorbereitet, sondern mich hinsichtlich des wertschätzenden Umgangs mit Schülern und Schülerinnen geprägt und mir wertvolle Perspektiven auf Schule und Schulentwicklung vermittelt.