Oberstufe

Profile und Fächer

An der Fridtjof-Nansen-Schule bieten wir verschiedene Profile an, die in einer Klassengemeinschaft unterrichtet werden. Dabei bildet das Profilfach zusammen mit zwei Profil ergänzenden Fächern die Ausrichtung des Profils. Im ersten und zweiten Jahr der Oberstufe wird das Profil auch noch durch das Seminarfach unterstützt. In diesem werden Projekte begleitet und wissenschaftliches Arbeiten angeleitet.

  • Gesellschaftswissenschaftliches Profil mit dem Profilfach Geographie
    und den ergänzenden Fächern Geschichte und Wirtschaft/Politik (WiPo)
  • Gesellschaftswissenschaftliches Profil mit dem Profilfach Geschichte
    und den ergänzenden Fächern Geographie und Wirtschaft/Politik (WiPo)
  • Naturwissenschaftliches Profil mit dem Profilfach Biologie
    und den ergänzenden Fächern Chemie und Physik
  • Sprachliches Profil mit dem Profilfach Englisch (mit Kernfach Dänisch oder Französisch)
    und den ergänzenden Fächern Biologie und Geschichte bzw. Spanisch

Übersicht Profilfächer und Profil ergänzende Fächer

In sogenannten Profilphasen arbeiten die Schülerinnen und Schüler fächerübergreifend in kleinen Gruppen an selbst gewählten Themen zu einem Themenschwerpunkt aus dem Profil und erarbeiten Vorträge oder Produkte, die im Rahmen eines Präsentationstages dargeboten werden.

Beispiele aus den Profilen

Neben den Profil prägenden Fächern sind die Kernfächer, die drei- bzw. vierstündig auf erhöhtem Anforderungsniveau unterrichtet werden, Deutsch, Mathematik und Englisch (im sprachlichen Profil Dänisch oder Französisch als fortgeführte Fremdsprache).

Im ästhetischen Bereich bieten wir klassenübergreifende Kurse in Kunst, Musik und Darstellendem Spiel an.

Alle Schülerinnen und Schüler, die in der Sekundarstufe weder Französisch noch Dänisch erlernt haben, starten bei uns mit der neu beginnenden Fremdsprache Spanisch (vierstündig), die dann bis zum Abitur beibehalten wird.

Die weiteren Fächerbelegungen in den einzelnen Profilen verdeutlicht die Übersicht.

Stundenübersichten in den einzelnen Profilen

Landesverordnung über die Gestaltung der Oberstufe und der Abiturprüfung in den Gymnasien und Gemeinschaftsschulen (OAPVO) vom 2. Juli 2018

Besonderheiten

Die Schülerinnen und Schüler erleben in unserer Oberstufe eine besondere Lernatmosphäre. Sie haben mit ihren Klassen feste Klassenräume und in der Qualifikationsphase (zweites und drittes Jahr der Oberstufe) sind diese auch in einem separaten Oberstufengebäude. Dort gibt es zusätzlich eine Mediothek, die Einzel- oder Gruppenarbeitsplätze bietet, aber auch zum Verweilen oder Entspannen genutzt werden kann.

Jede Klasse hat in ihrer Oberstufenzeit durchgängig eine Klassenlehrkraft, die die Schülerinnen und Schüler intensiv begleitet. So werden auch in der Oberstufe regelmäßig vom Lernenden vorbereitete Lerngespräche geführt und Perspektiven für die Zukunft eröffnet bzw. Ziele überprüft. Auch bei den Zeugnisausgaben wird kein Zeugnis ohne Gespräch und Beratung verteilt. Im Stundenplan der Oberstufe gibt es wie in der Sekundarstufe I auch Studienzeiten.

Viermal in der Woche haben die Schülerinnen und Schüler eine Schulstunde Zeit, sich mit dem zu beschäftigen, was für sie gerade wichtig ist. Dabei können Themen aufgearbeitet werden, die noch nicht verstanden oder ausreichend trainiert wurden, oder neue Inhalte erarbeitet werden. Klassen- oder Fachlehrkräfte gewährleisten dabei die ruhige Arbeitsatmosphäre und stehen helfend zur Verfügung.

Neben der Kennlernfahrt zum Scheersberg (traditionell mit dem Fahrrad) gleich zu Beginn der Oberstufe gibt es im 11. Jahrgang (Einführungsphase) auch eine Studienfahrt. Der gesamte Jahrgang fährt mit den Klassenlehrkräften getreu dem Motto „andere Länder, andere Perspektiven“ ins benachbarte Ausland und führt während der Reise kleine Forschungsprojekte durch, z.B. „Kopenhagen – bald CO2 neutral“ oder „Wie hat sich die Funktion und Bedeutung Theresienstadts gewandelt?“.

Im Anschluss an die Fahrt werden die Projekte vor Publikum (z.B. den Eltern) präsentiert. Projektarbeit wird bei uns auch in der Oberstufe groß geschrieben und ist an verschiedenen Stellen fest verankert: in den Vorhabenwochen, in den Profilphasen und im Realprojekt des 12.Jahrgangs (1. Jahr der Qualifikationsphase).

Realprojekt

In der Oberstufe führen die Schülerinnen und Schüler im ersten Jahr der Qualifikationsphase (12.Jg.) im Zeitraum von den Sommerferien bis zu den Osterferien ein sogenanntes Realprojekt durch. Dabei wenden sie die erlernten Methoden und Techniken der Projektarbeit an, knüpfen an reale, möglichst relevante gesellschaftliche Probleme und Bedürfnisse an und entwickeln eine Projektidee. Mit dieser ersten Projektskizze suchen sie sich einen außerschulischen Projektpartner, den sie von ihrer Idee überzeugen und der als Auftraggeber bei der Umsetzung des realen Projekts zur Seite steht. Schulisch werden die Schülergruppen, die sich selbst- und themenorientiert zusammenfinden, von ihren Klassenlehrkräften betreut. Im zweistündigen Seminarfach werden die einzelnen Projektphasen begleitet, dokumentiert und auch mit Hilfe der Mitschülerinnen und Mitschüler reflektiert.

Für die Durchführung von Veranstaltungen oder die Erstellung von Produkten an den jeweiligen Durchführungsorten steht neben den Seminarstunden auch eine Vorhabenwoche zur Verfügung. Am Ende des Projektzeitraumes stellen die einzelnen Schülergruppen im Rahmen einer großen Abschlusspräsentation ihre Projekte vor. Eingeladen dazu werden die Auftraggeber, Lehrkräfte, Eltern und die Schülerinnen und Schüler des 12. Jahrgangs. In ihren Projekten arbeiten die Schülerinnen und Schüler sehr selbstbestimmt (Planung, Durchführung, Präsentation), ganzheitlich (mit Kopf, Herz und Hand) und fächerübergreifend (Probleme, Methoden, Inhalte) mit dem Ziel etwas Sinnvolles für die Gesellschaft zu tun und auch darüber zu berichten (z.B. durch Zeitungsartikel).

Die folgenden Beispiele zeigen die Vielfalt der in den letzten Jahren entstandenen Realprojekte:

  • Gestaltung eines Schulhofbereichs an der Waldschule
  • Erstellung einer Kunstaustellung mit geflüchteten Jugendlichen
  • Erstellung eines Erklärvideos zum Thema „Migration“
  • Vorbereitung und Durchführung eines Messeauftritts einer Beratungsstelle
  • Erstellung eines Suizid-Präventionskonzeptes für Kinder und Jugendliche
  • Organisation einer DKMS-Typisierungsaktion
  • Sportevents mit Kindern mit Beeinträchtigungen
  • Umweltprojekte
  • Teilnahme am Plakatwettbewerb und Organisation einer Podiumsdiskussion zur Europawahl

Berufsorientierung in der Oberstufe

In unserer Oberstufe bieten wir den Schülerinnen und Schülern viele Möglichkeiten, um sich intensiv mit der eigenen Zukunft nach dem Abitur oder der Fachhochschulreife zu beschäftigen. Durch Einblicke in Wirtschaftsunternehmen der Region z.B. im Rahmen des zweiwöchigen Wirtschaftspraktikums, der Durchführung eines Assessmentcenter-Trainings, der intensiven Auseinandersetzung mit Studiermöglichkeiten und dem Besuch von Universitäten bzw. Hochschulen im Rahmen einer Vorhabenwoche erhalten die Lernenden viele Anregungen für ein Leben nach der Schule. Mit der freiwilligen Teilnahme an studienfeldbezogenen Eignungstests, dem Besuch der Vocatium Flensburg (Nordjob-Messe), der Freistellung für besondere Berufsfindungstermine und der regelmäßigen Berufsberatung durch einen Mitarbeiter der Agentur für Arbeit direkt an der Schule runden wir unser Programm zur Berufsorientierung in der Oberstufe ab.

Aufnahme

Zum Besuch unserer Oberstufe sind berechtigt:

  • Schülerinnen und Schüler, die an einem Gymnasium oder an einer Gemeinschaftsschule in Schleswig-Holstein in die Oberstufe versetzt worden sind.
  • Darüber hinaus können alle Absolventen mit einem durch Prüfung erworbenen Mittleren Schulabschluss aufgenommen werden, die nicht mehr als einmal eine Note schlechter als 3 und keinmal mangelhaft oder ungenügend in ihrem Zeugnis der 10. Klasse (auf dem Niveau des mittleren Schulabschlusses) aufweisen und darüber hinaus in Mathematik, Deutsch und Englisch (1. Fremdsprache) einen Notendurchschnitt von mind. 3 haben.

Alle Bewerberinnen und Bewerber müssen bis zum 20. Februar einen Wahlzettel für die Profilwahl und eine Kopie des Halbjahreszeugnisses abgeben. Externe Schülerinnen und Schüler müssen zusätzlich einen Aufnahmeantrag stellen. Bis Mitte März werden die Zusagen für die Profile versendet, wobei zu beachten ist, dass die Aufnahme unter Vorbehalt erfolgt. Ausschlaggebend für eine Aufnahme sind die Noten in den Abschlusszeugnissen.